Presse

InTouch Webmagazin berichtete in folgendem Artikel über uns:

Der kleine Vampir: Was wurde aus Jan Steilen?

Jeder kennt Rüdiger von Schlotterstein! „Der kleine Vampir“ ist eine der Serien, die fast jeder als Kind gesehen hat.
Ursprünglich war die Kinder-Serie eine Buchreihe, die 1979 geschrieben wurde. Sie hatte großen Erfolg, das Merchandising ebenfalls und so folgte 1985 die erste Fernsehserie. Die deutsch-kanadisch-englische Produktion wurde ebenfalls zum Publikumsrenner.
So wurde, fast zehn Jahre später, ein Spin-Off gedreht. ARD produzierte „Der kleine Vampir – Neue Abenteuer“. Die 13 Folgen, in denen Jan Steilen den kleinen Vampir verkörperte, wurden ab dem 5. Dezember 1993 ausgestrahlt.
Jan Steilen war 12 Jahre alt, als er in die Rolle von Rüdiger von Schlotterstein schlüpfte. Er wurde in Köln geboren und war schon vor diesem Engagement, das ihn bekannt machte, kein unbeschriebenes Blatt. Jahrelang hatte er schon als Modell in einer Kinderagentur gearbeitet. Seine Hobbys waren Tennis, Fußball und Basketball, sein Lieblingsessen war Pizza.
Die Verantwortliche der Serie musste viele Kinder casten, bis sie in ihm die perfekte Besetzung für die Rolle fand – wohl auch, weil seine Lieblingsfarbe schon damals schwarz war.
Nach „Der kleine Vampir“ wurde es aber sehr ruhig um Jan Steilen. 1995 synchronisierte er noch den Theo in „Bodo und die Hasenbande, 1996 spielte er eine Gastrolle in „Hallo Onkel Doc!“
Anschließend verschwand Jan Steilen komplett von der Bildfläche. Mehr als zehn Jahre lang hörte und sah man nichts mehr von dem Kinderstar. 2009 aber tauchte er für einen kurzen Auftritt in der Talkshow „Das NRW Duell“ wieder auf. Später studierte er Mediendesign in seiner Heimatstadt Köln. Inzwischen ist er 33 Jahre alt und verkleidet sich immer noch gerne als Vampir.
Fans und Interessierte können ihn in Köln treffen, wo er Gruselführungen durch die Stadt veranstaltet.

Am 16.12.2014 berichtete Campus-web.de in folgendem Artikel über uns:

Schaurig-schöne Geisterstunde

Ersti-Guide: Gruselführung in Köln - eine etwas andere Stadtführung



Sascha Keller gründete als Student vor acht Jahren seine eigene Stadtführungsfirma. Damals war ihm bewusst, dass er dafür ein neues Ideenkonzept ausarbeiten muss: "In Köln gibt es zahlreiche Firmen, die Stadtführungen anbieten. Da muss man sich etwas Besonderes einfallen lassen, um sich von anderen Anbietern zu unterscheiden", äußert sich der Geschäftsführer im Interview mit campus-web. "So habe ich beschlossen, mich auf ungewöhnliche Führungen, wie zum Beispiel die Gruselführung, zu spezialisieren. Wir setzen auf lebendige Geschichten - diese sind wesentlich spannender als reine Daten und Fakten." Doch erst einmal hieß es dafür zu recherchieren. Sascha Keller las regionale Literatur, traf sich mit verschiedenen Historikern und engagierte kompetente Stadtführer: "Die Weiterbildung der Stadtführer ist besonders wichtig, daher buchen wir zweimal jährlich einen Schauspielworkshop bei einer erfahrenen Theaterschauspielerin aus Köln. Ohne die Unterstützung meiner Freunde und vor allem von meiner Freundin Katrin Schäfer, hätte ich das nicht auf die Beine stellen können." Vor sechs Jahren fand schließlich die erste Gruselführung in Köln statt.

Von Hexen, Geistern und dem Teufel

Das helle Licht des Vollmonds malt unheimliche Schatten auf den einsamen Vorplatz des historischen Rathauses in Köln. Es herrschen eisige Temperaturen, der Wind pfeift durch die schmalen Gassen. Plötzlich trifft eine als Hexe verkleidete junge Frau mit einer roten Kerze in der Hand auf dem Vorplatz ein. Sie führt die Teilnehmer unmittelbar ins mittelalterliche Köln um 1627 zurück, indem sie auf die Front des historischen Rathauses verweist. Diese zeigt eine Figur, die für die Kölner Stadtgeschichte eine entscheidende Rolle gespielt hat. Es ist Katharina von Henot, welche aus einer reichen Kölner Patrizierfamilie stammte. Sie wurde der Hexerei für schuldig befunden und hingerichtet, obwohl sie die peinliche Befragung dreimal überstand. Diese Tatsache hätte normalerweise ihren Freispruch bedeutet, er wurde jedoch nicht eingelöst. Ihr Prozess war der wohl bekannteste und gab den Anstoß zu einer regelrechten Welle von Hexenprozessen in Köln. Vom historischen Rathaus aus geht es nun weiter über den alten Markt, auf dem im Mittelalter öffentliche Hinrichtungen zur Abschreckung der Bürger stattfanden. Auch im damaligen Kaufmannsviertel, in das die Teilnehmer nun weitergeführt werden, fanden im mittelalterlichen Köln zahlreiche Ereignisse statt.

Am Rhein angekommen, berichtet die Stadtführerin von der "Weckschnapp Sage". Im sogenannten "Weckschnapp Gefängnis" hielten Wachen Brot von einer höher gelegenen Stelle in die Verliese der Gefangenen. Von Hunger getrieben, schnappten diese danach. Daraufhin öffnete sich jedoch eine Falltür, die durch einen von Messern bestückten Schacht in den Rhein führte. Ein sehr magerer Sträfling soll den Sturz durch den Schacht überlebt und die Geschichte überliefert haben.
Auch bei der ungewöhnlichen Gruselführung darf das wohl bekannteste Wahrzeichen der Stadt nicht fehlen: Der Kölner Dom. Er wird als eine der letzten Stationen der Gruselführung angesteuert und erzählt von Meister Gerhards Wette mit dem Teufel. Zum Abschluss gibt es passend zum Thema essbare weiße Gummimäuse und ein Rezept für einen roten, aus verschiedenen Beeren gemixten blutigen Gruselcocktail. Fazit von campus-web: Eine gelungene Stadtführung der etwas anderen Art – eine Teilnahme lohnt sich!

Ein vielfältiges Angebot

Neben der Gruselführung bietet die Stadtführungsfirma von Sascha Keller noch Vieles mehr an. Bestimmte Specials sind die Single- oder die besonders schaurige Halloween-Gruselführung. Wer es nicht ganz so gespenstisch mag, kann sich zum Beispiel auch durch das belgische Viertel führen lassen, das eng mit Mode und Musik verbunden ist. Die Firma zählt inzwischen zwölf Mitarbeiter. Neben mehreren Stadtführern arbeiten auch eine Buchhalterin, ein Homepagebetreuer, eine Webdesignerin und eine Pressereferentin für den Geschäftsführer. Sascha Keller blickt positiv in die Zukunft: "Ich plane die Firma künftig weiter auszubauen und neue, individuelle Führungen anzubieten. Der Schwerpunkt wird weiterhin auf Erlebnisführungen liegen, bei denen die Gäste unterhalten werden und Spaß haben. Studenten erhalten im Übrigen noch bis zum 31. März 2015 auf jede Führung zehn Prozent Rabatt."

Autor: Carla Christ / Bilder: Carla Christ / 16.12.2014

Hier finden Sie den Artikel aus dem campus-web.de.


Am 16.01.2015 berichtete Kölner Stadt-Anzeiger in folgendem Artikel über uns:

Ein Untoterberichtet aus Kölnsdunkler Zeit

Jan Steilen war als Kind „Der kleine Vampir“, jetzt bringt er den Menschen als Stadtführer die Vergangenheit näher.

Ein bisschen Horror darf ’s schon sein. Zwar blieb Jan Steilen lange abstinent – mit der Welt der bleichen Blutsauger hatte der frühere Kinderstar, der Anfang der 1990er Jahre in der TV-Serie als „Kleiner Vampir“ ein Millionenpublikum bezirzte, abgeschlossen. Endgültig, wie er glaubte. Doch jetzt schlüpft er wieder in die Rolle eines Untoten. Fernsehkameras sind allerdings nicht dabei, und er gibt auch nicht den possierlichen Rüdiger von Schlotterstein, der in einer Familiengruft auf dem Friedhof haust und lustige Abenteuer mit seinem Menschenfreund Anton erlebt.
Stattdessen ist der 33-Jährige unter die Stadtführer gegangen und huscht während seiner nächtlichen Gruseltouren im Kostüm eines namenlosen Vampirs durch Kölner Gassen. Dabei erzählt er von nebligen, stillen Abenden im Mittelalter, von Bürgermeistern, die zur Hölle fahren und von der schönen Kaufmannsfrau Richmodis, die lebendig begraben wurde. Schauergeschichten also, angereichert mit historischen Fakten, die der Guide dank seines Kunstgriffs aus der Sicht eines Zeitgenossen präsentieren kann – „was bunter wirkt“, wie er findet. Denn wie jeder weiß, können Draculas Erben uralt werden, und sie haben die finstere Vergangenheit miterlebt.
Zum Beispiel den Anfang des 17. Jahrhunderts neu aufflammenden Hexenwahn, von dem der Stadtführer seinen Zuhörern auf dem Rathausplatz berichtet. Der gepflasterte Vorplatz, unter dem Jahrtausende alte Zeugen der Stadtgeschichte schlummern, ist sein Lieblingsort – trotz der Dauerbaustelle für die Archäologische Zone, die ihn mehrmals dazu zwang, mit seiner Gruppe schnell das Weite zu suchen. Doch stellt das Gelände einen ausgezeichneten Ausgangspunkt für Fantasiereisen ins frühere Köln dar. Auch, weil von dort einige Figuren am Rathausturm auf ihren Steinsockeln gut zu erkennen sind; wie ein kölsches „Who’s Who“ zeigen sie Menschen, die eine prominente Rolle in der Stadthistorie spielten. Unter ihnen die Patrizierin Katharina von Henot. Sie wurde als Hexe verunglimpft und 1627 hingerichtet „obwohl sie sich auch unter fünfmaliger Folter kein Geständnis abpressen ließ“, erläutert Steilen. „Sogar nach damaligem Recht hätte sie schon nach drei Folterungen freigesprochen werden müssen.“ Und während er von solchen Gräueln erzählt, flanieren Touristen an ihm vorbei, die Kölns Mitte einen Besuch abstatten. Ob einer von ihnen in dem jungen Mann den kleinen Vampir von einst wiedererkennt? Schließlich schwelgen seine – mittlerweile erwachsenen Fans in Internet-Foren noch in Erinnerungen an die ARD-Kultserie um den bleichen Knoblauchhasser, der dank seines schwarzen Umhangs fliegen konnte und als heimlicher Besucher auf der Fensterbank des Freundes landete. Damals handelte es sich mit zehn Millionen Mark um die teuerste Kinderproduktion im deutschen TV. Später wirkte Steilen bei der Sat-1-Serie „Hallo, Onkel Doc!“ mit. Aber das ist lange her, „und wahrscheinlich können die Leute heute mein Gesicht nicht mehr zuordnen“, meint der ehemalige Schauspieler.
Selbst früher, zu Rüdiger von Schlottersteins Glanzzeiten, habe sich der Star-Rummel auf offener Straße im heimischen Köln-Weiß und in der Schule in Grenzen gehalten, obwohl viel Fan-Post an den WDR ging: „Weiße Schminke, meine zerzauste Film-Frisur – ich sah anders aus als in Wirklichkeit, wurde kaum erkannt.“ Auch während der Stadtführungen spielt seine Fernseh-Vergangenheit keine Rolle. Und erst recht nicht im Hauptberuf – Jan Steilen ist seit dem Studium der Medienwirtschaft an der Rheinischen Fachhochschule bei einem Marktforschungsinstitut beschäftigt. Hier arbeitet er in Vollzeit. Und ließ sich trotzdem bei der Agentur „Kölner Stadtführung“ noch als Guide engagieren. Dort hatte man nach einem Blick auf seinen Personalbogen– inklusive Hinweis auf frühe Blutsauger-Erfahrungen – erkannt, dass sich Steilens Talente auch fürs nachtaktive Grusel-Vergnügen nutzen ließen. Und wie sieht es aus mit einer zweiten Schauspiel-Karriere?
„Schnickschnack“, würde Rüdiger von Schlotterstein wohl sein Lieblingswort bemühen, wenn er auf die Frage antworten sollte. Steilen jedenfalls strebt eine Rückkehr ins TV nicht an: „Das ist nun mal ein unsicheres Geschäft.“ Zudem hat der aktuell in Film und Fernsehen tobende Beißerkult mit den verführerischen Blutsaugern à la Stephenie Meyer nicht mehr viel gemein mit der alten Jugendserie um den Mini-Vampir. Die sollte zwar einen Nervenkitzel bieten, „in erster Linie aber lustig sein. Jede Generation, jede Altersgruppe hat halt ihre eigenen Helden“, so Steilen. Dann bleibt es also beim Stadtführer-Vampir, der vom früheren Köln erzählt. Eine historische kölsche Blutsauger-Geschichte ist allerdings nicht dabei:
„Ich kenne keine einzige, es gibt wohl keine“, lacht Jan Steilen.

Hier finden Sie einen aktuellen Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger (16.01.2015) mit einem Bericht über Jan Steilen als Stadtführer bei "Kölner Stadtführung".



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